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20.01.2008
L'université en Allemagne
Mainpost - Würzburg Stadt 30/12/05
Mit Leidenschaft und Respekt
Studentinnen aus Frankreich über Vorteile des Erasmus-Programms
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Von unserer Mitarbeiterin
FLORENCE RECOURSE
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WÜRZBURG Jedes Jahr kommen
viele Ausländer nach Würzburg,
um im Rahmen des Erasmus-Programms
hier zu studieren. Maelle
Raguenes und Clemence Tirel sind
Französinnen; sie kommen aus der
Bretagne und studieren Germanistik
im siebten Semester. Zwischen
der französischen und der deutschen
Universität haben sie Unterschiede
bemerkt.
Die administrativen Aspekte
scheinen in Deutschland weniger
wichtig als in Frankreich zu sein:
während dort der Studienplan vor
dem Studienanfang bereits festliegt,
können hier die Studenten die Kurse
wählen und sich selbst auf einer
Liste anmelden.
Im Unterricht sind die deutschen
Studenten sehr motiviert und begeistert,
sagen Maelle und Clemence
übereinstimmend. Deshalb sind die
Vorlesungen lebendig. Die Dozenten
scheinen auch engagiert aufzutreten.
„Es gelingt ihnen, ihre berufliche
Leidenschaft auszudrücken“,
behauptet Clemence. Diesen Aspekt
hält aber Maelle manchmal für stressig:
„In Frankreich hören die Studenten
dem Dozenten zu und fragen ihn
kaum. Hier müssen wir uns daran gewöhnen,
Fragen zu stellen. Allerdings
bleiben die Studenten vor den
Dozenten immer respektvoll.“
Noch etwas Positives für die beiden
Französinnen sind die Tutorenkurse
sowie die Sprechstunden, weil
die Dozenten sich Zeit für ihre Studenten
nehmen, was beruhigend
wirken kann.
Schließlich denken sie, dass ihr
„Erasmus“-Statut ein Vorteil ist, weil
an sie nicht die selben Erwartungen
gestellt werden. Das „Erasmus“-Programm
gibt die Möglichkeit, im Ausland
zu studieren und „Scheine“ zu
erwerben. Sie müssen dafür aber
nicht, wie ihre deutschen Kommilitonen,
Referate und schriftliche
Hausaufgaben erledigen, sondern
können mündliche Prüfungen bei
ihrem Dozenten ablegen.
Danach bekommen sie Scheine,
die das Studium im Ausland bestätigen.
Dieses Jahr in Würzburg verspricht
also für Maelle und Clemence
positiv und erfolgreich zu
werden.
Die Autorin stammt aus Rennes in
Frankreich. Sie studiert selbst ein
halbes Jahr als Erasmus-Studentin
Germanistik in Würzburg.
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